Die Gemeinde Wattenscheid erhält um 1417 von Graf Adolf IV. von Cleve-Mark die Rechte einer Freiheit verliehen.

Heimatmuseum Wattenscheid „Helfs Hof“

Ursprünge einer Besiedlung auf dem heutigen Wattenscheider Gebiet rund um die Gertrudiskirche können wohl schon für das frühe Mittelalter angenommen werden. Der Name Wattenscheid – Siedlung auf einer natürlichen Scheide von Sümpfen – wird zum ersten Mal um 900 im Besitzverzeichnis des Klosters Werden erwähnt. Die Siedlung und die Kirche gehören damals zum Erzbistum Köln.

Im 12. Jahrhundert gelingt es der Fürstäbtissin des Stifts Essen, die Wattenscheider Höfe mit Ausnahme des Pfarrhofes von sich abhängig zu machen. 1821 zählt die Pfarrei Wattenscheid zum Erzbistum Paderborn, wird 1904 zur Propstei erhoben und gehört seit 1957 zum Bistum Essen. Seine Stellung erhielt Wattenscheid lange Zeit durch die Gertrudiskirche, die als Mutterkirche für eine große Region, die von der Emscher bis fast zur Ruhr reichte, von Wichtigkeit war.

Wattenscheid erhält um 1417 von Graf Adolf IV. von Cleve-Mark die Rechte einer Freiheit. Diese Rechte sind ähnlich denen einer Stadt.

1635 brennt Wattenscheid nieder, dabei wird auch das Original der Urkunde, in der die Verleihung der Rechte einer Freiheit festgehalten wurde, ein Opfer der Flammen.

Heilige Gertrud mit Wappen

Stadtwappen Wattenscheid

Im 16. Jahrhundert ist Wattenscheid Mitglied der Hanse, aber schon Mitte des 14. Jahrhunderts gibt es Fernhandelskaufleute aus Wattenscheid, z. B. in London und in Riga. Die Reformation hinterlässt ihre Spuren. So wird 1676 mit dem Bau der Alten evangelischen Kirche am Markt wegen der stetig zunehmenden Zahl an Gläubigen begonnen. Dieser Bau kann aber wegen der Armut der Gemeinde erst 1763 fertiggestellt werden. Seit 1880 beherrschen die evangelische Friedenskirche aber auch die Gertrudiskirche aufgrund ihrer hohen Türme das Stadtbild. 1816 wird Wattenscheid Sitz eines Niederamtes, das Teile der heutigen Städte Essen u. a. Freisenbruch und in Gelsenkirchen u. a. Schalke umfasst und verwaltet.

Wattenscheid erlebt durch die Entwicklung des Bergbaus einen wirtschaftlichen Aufschwung, wird aber durch den verspäteten Anschluss an die Eisenbahn von den nördlichen Teilen des Amtsgebietes ökonomisch überholt, deshalb wird 1868 Gelsenkirchen aus dem Amt Wattenscheid entlassen.

 

1876 wird Wattenscheid in seinen Stadtrechten bestätigt, aber erst 1926 zur kreisfreien Stadt mit 8 Stadtteilen und 62780 Einwohnern.

 

Die Strukturkrise durch den Niedergang des Bergbaus kann zwar erfolgreich bekämpft werden, dennoch beschließt der Landtag 1974 trotz heftiger Ablehnung durch die große Mehrheit der Wattenscheider Bevölkerung den Zusammenschluss der beiden Städte Bochum und Wattenscheid zur neuen Stadt Bochum.

Das Stadtwappen und dieser Entwurf des Gründungsmitglieds von „WAT-kreativ“
Rita Theis für die Jubiläumsfeier „555 Jahre Wattenscheid“ verwendete die Sparkasse
in diesem Rahmen für eine Goldprägung.

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Veranstalter

Die Veranstaltergemeinschaft setzt sich aus Vertretern der Werbegemeinschaft Wattenscheid e. V., dem Heimat- und Bürgerverein (HBV), dem Verkehrsverein, der Bochum Marketing, den Parteien, dem AWO Centrum-Cultur und der Bezirksvertretung zusammen.